Methoden in der Chiropraktik

Methoden des Chiropraktikers

Die Chiropraktik, eine alternative Behandlungsmethode, legt ihren Fokus auf die Wiederherstellung der uneingeschränkten Gelenkfunktion. Auch muskuläre Beschwerden oder Probleme, die aufgrund verschobener Wirbel auftreten, werden behandelt. Häufig ist die eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule eine Ursache zahlreicher Beschwerden, die sich zumeist in Schmerzen äußern.

Der Ablauf einer chiropraktischen Behandlung

Zunächst einmal muss abgeklärt werden, ob die Chiropraktik überhaupt die geeignete Behandlungsform für den Patienten ist. Nach gründlicher Untersuchung und Befragung kann eine präzise Diagnose gestellt werden, um die optimale Therapie zu entwickeln. Sind die aktuellen Beschwerden besprochen, wird in die Tiefe gefragt: Für den Arzt ist es wichtig, zu wissen, wo sich der Schmerz befindet, wie stark der Schmerz ist, ob der Schmerz langanhaltend ist oder zum Beispiel nur bei bestimmten Bewegungen auftritt oder was genau die Auslöser des Schmerzes sind. Zusätzlich können vergangene Krankheiten, operative Eingriffe, medikamentöse Behandlungen oder die berufliche Tätigkeit eine Rolle spielen, weswegen auch diese Details abgefragt werden können.

Bei der körperlichen Untersuchung wird natürlich vor allem die von Beschwerden betroffene Körperregion untersucht. Für eine vollständige Diagnose wird der gesamte Körper in die Untersuchung einbezogen. Wenn notwendig, werden auch Röntgenaufnahmen gemacht, um eventuelle organische Erkrankungen ausschließen zu können. Die Behandlung selbst ist in der Regel vollkommen schmerzlos und nicht, wie häufig behauptet, schmerzhaft.

Die Methoden des Chiropraktikers

Adjustierung

Die Adjustierung wird mit gezielten Handgriffen durchgeführt. Diese sollen Subluxationen an der Wirbelsäule aufheben und sie dadurch entlasten. Der Druck wird von den Spinalnerven oder dem Rückenmark beseitigt und Schmerzen können verschwinden.

Traktion

Bei der Traktion wird mit Zug gearbeitet. Gelenkpartner werden leicht auseinander gezogen, durch Entlastung und Druckminderung kann so eine schmerzlindernde Wirkung erzielt werden. Zusätzlich wird die Beweglichkeit der Gelenke verbessert, da die Bänder leicht gedehnt werden.

Translatorisches Gleiten/Mobilisation

Bei verlorengegangener Beweglichkeit werden zur Wiederherstellung Gelenkanteile parallel gegeneinander bewegt.

Weichteilbehandlung

Hier wird die Muskulatur bearbeitet. Sie soll durch Dehnung und Entspannung verlängert werden und sich so dem neu gewonnenen Gelenkspiel anpassen.

Reflextechniken

Die Schmerzwahrnehmung soll bei Reflextechniken durch die Ausnutzung von Nervenreflexen beeinflusst werden. Die Spannung der Muskulatur wird reguliert und es kann auch auf das zentrale Nervensystem eingewirkt werden.

Heimübungen

Zur Intensivierung der Therapie, zur Instandhaltung eines gesunden Körpers oder zur Vorbeugung sind Heimübungen mehr als empfehlenswert. Individuelle Übungen werden dem Patienten empfohlen und müssen dann regelmäßig ausgeübt werden. Bestimmte Sportarten in der Freizeit können außerdem noch zur Therapie beitragen.
Natürlich werden die Methoden ganz nach dem Patienten ausgerichtet und nach Bedarf angewandt. Je nach Erkrankung werden entweder nur eine Methode ausgeführt oder mehrere Techniken miteinander kombiniert. Ein durchschnittlicher Behandlungstermin dauert zwischen 10 und 45 Minuten, wobei die erste Behandlung für eine ausreichende Diagnose und Anamneseerhebung ungefähr eine Stunde dauern wird. Die Dauer der Behandlungen richtet sich nach den Symptomen des Patienten. Manchmal ist bereits ein kleiner Impuls ausreichend, um den Körper wieder in Ordnung zu bringen! Und auch wenn die Behandlung nicht sofortige, starke Effekte zeigt, bleiben Sie dran. Die Heilung braucht schließlich ihre Zeit.

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